SSVE verliert im letzten Viertel in Duisburg

4. Februar 2018

Guter Start, schlechtes Ende – Duisburg mit mehr individueller Klasse

Der SSV Esslingen hat sein Auswärtsspiel beim Tabellendritten ASC Duisburg mit 11:17 (3:2, 3:6, 4:4, 1:5) am Ende zu deutlich verloren. Bis in den letzten Abschnitt waren die Esslinger auf Augenhöhe, doch die Duisburger Paul Schüler, Jan Bakulo und Tobias Gietz, die 16 der 17 ASCD-Tore warfen, machten den Unterschied.

Bis weit ins letzte Viertel hinein waren die Esslinger Bundesliga-Wasserballer an einem durchaus möglichen Punktgewinn dran, der Sechs-Tore-Unterschied zugunsten der Gastgeber spiegelt nicht den Spielverlauf wieder und sorgte daher auch für Frust beim SSVE. Kapitän Heiko Nossek: „Wenn man nur das Ergebnis betrachtet, war es das schlechteste Spiel der Saison. Drei Spieler schießen gegen uns 16 von 17 Toren. Das ist einfach inakzeptabel und darf einfach nicht passieren. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und zu viele Gegentore aus Eins-zu-Eins-Situationen bekommen. Gratulation an Duisburg.“

Trotz einer etwas schwierigen Anreise mit der Bahn waren die Esslinger zu Beginn der Partie gleich hellwach: einen Abpraller nahm SSVE-Center Konstantinos Sopiadis am schnellsten wahr und brachte den Ball noch in der 1. Spielminute zum 1:0 über die Torlinie. Nach drei Minuten kamen die Hausherren per Strafwurf zum Ausgleich. In Überzahl brachte Hannes Rothfuß aus dem Rückraum sein Team erneut in Führung und Robert Stiefel legte mit einem Konter sogar zum 3:1 nach. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf schaffte der spätere „Spieler des Tages“ und sechsfache Torschütze Paul Schüler für sein Team eine Sekunde vor der Pausensirene den Anschluss.
Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten drehte der ASCD mit drei Treffern in Folge die Partie zu ihren Gunsten. Doch Konstantinos Sopiadis hielt sein Team mit einem Überzahltreffer zum 4:5 im Spiel. Zwei weitere Duisburger Treffer ließen deren Führung erstmals auf drei Tore (4:7) anwachsen. Timo van der Bosch aus der Centerposition erzielte den fünften SSVE-Treffer, doch Duisburg bekam erneut einen Strafwurf zugesprochen und wusste diesen auch zu nutzen. Esslingens Australier Leo Hurley traf von seiner Position Rechtsaußen zum 6:8-Halbzeitstand.
Und gleich zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Esslinger plötzlich wieder dran: Hannes Rothfuß schloss einen Konter aus dem Rückraum erfolgreich ab und Konstantinos Sopiadis war wieder aus der Centerposition erfolgreich und erzielte mit seinem dritten Treffer den 8:8-Ausgleich. Die ausgeglichene Partie wogte weiter hin und her. Zwei schnelle Tore für Duisburg brachten diese wieder in Führung, doch Marvin Thran schaffte mit einem Kontertreffer den Anschluss. Der dritte Strafwurf sowie ein Konter sorgten für die nächste Drei-Tore-Führung der Rheinländer, doch Heiko Nossek hielt sein Team mit einem Bogenball zum 10:12 in Überzahl auch noch vor dem letzten Abschnitt im Spiel.
In der 27. Spielminute dann wohl die Vorentscheidung, als Duisburg einen Konter zur erneuten Führung mit drei Toren nutzte. Eine Minute später fiel dann sogar das 10:14. Zwar konnte Heiko Nossek mit einem Rückraumtreffer noch einmal auf 11:14 verkürzen, doch waren nur noch zweieinhalb Minuten zu spielen, in denen der SSVE drei weitere Treffer kassierte, die letztlich den Duisburger Sieg zu hoch ausfallen ließ.

Es bleibt spannend in der ProA-Gruppe der DWL: an der Spitze hat wohl Waspo 98 Hannover nach ihrem 11:7-Sieg bei Spandau 04 die Nase vorn, dahinter konnten sich Duisburg und Neukölln mit ihren Siegen von den anderen vier Teams etwas absetzen. Potsdam und Esslingen mit sechs Punkten, Uerdingen mit fünf und die White Sharks Hannover mit vier kämpfen die letzten vier Spieltage um die Plätze fünf bis acht. Für die Esslinger Wasserballer geht es nächsten Samstag zu Rekordmeister Spandau 04, bevor es nach einer einmonatigen Spielpause in die entscheidende Phase der Hauptrunde gehen wird.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Florian Pirzer (Torwart), Eric Fernandez Rivas, Hannes Rothfuß (2 Tore), Valentin Finkes, Timo van der Bosch (1), Leo Hurley (1), Heiko Nossek (2), Marvin Thran (1), Hugo Velazquez, Novak Zugic, Robert Stiefel (1), Konstantinos Sopiadis (3), Vincenzo Inguanta.

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