Der Baubeginn des Projekts „SSVE 2020“ wird auf 2021 verschoben.

10. Januar 2020


Der Baubeginn des Projekts „SSVE 2020“ des Schwimmsportvereins Esslingen ist verschoben. Grund dafür ist der kürzlich erfolgte Beschluss der Bundesregierung einer CO2-Steuer, die die bisher errechneten Betriebskosten um rund 20% drastisch erhöht und in den Folgejahren weiter ansteigen lässt. Da ein Baubeginn im Freibad-Betrieb nur zur Winter-Schließung im Herbst erfolgen kann, verschieben sich die Maßnahmen um ein Jahr. Ein Jahr, das für die Prüfung alternativer Energien für den Betrieb der Traglufthalle genutzt wird. Sollten sich die vorhandenen Ideen als sinnvoll erweisen, wird der Verein erneut in die Konkretisierung mit den Kooperationspartnern wie Stadt und Verbänden einsteigen.

Die Zeichen standen Ende 2019 sehr gut für den Verein – Bauantrag genehmigungsreif, Steuerkonzept seitens des Finanzamts bestätigt, Banken finanzierungsbereit und die Esslinger Schulen zeigten öffentliches Interesse an der Winternutzung des Bades für das Schulschwimmen. Alles in allem beste Voraussetzungen, um das Projekt voranzutreiben und im Herbst 2020 mit den ersten Maßnahmen beginnen zu können. Dann wurde Ende 2019 kurzfristig die Einführung der CO2-Steuer von zunächst geplanten 10 auf sofort 25 und später 55 Euro je Tonne beschlossen. Das erfordert schlicht Neuberechnungen für die Betriebskosten der Traglufthalle im Winterbetrieb der nächsten 10 Jahre. 

Nach Beschluss der CO2-Steuer wurde beim SSVE kurzfristig ein Klima-Dialog in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Beratungszentrum Ressourceneffizienz und Innovation, Stuttgart einberufen, um die Bewertung des Energiekonzepts fundiert vornehmen zu können. Die anschließende einstimmige Entscheidung des geschäftsführenden SSVE-Vorstands Carola Orszulik, Ulrike Epple und Dr. Wolfgang Biegert lautet, dass das Gesamtprojekt einschließlich Bau und Betrieb einer Traglufthalle im Winterhalbjahr mit dem momentanen Energiekonzept nicht umgesetzt wird und die erneute Vorlage bei den Kooperationspartnern und SSVE-Mitgliedern nach Prüfung anderer Energiekonzepte erfolgt, wenn diese eine sinnvolle ökologische und wirtschaftliche Lösung ermöglichen.

Auf Grund des zwingenden Baubeginns wegen des Freibadbetriebs jeweils im Herbst eines Jahres ist somit die Verschiebung des Projekts um ein Jahr nicht zu umgehen, also frühester Baubeginn im Herbst 2021. Ein teilweiser Beginn der anderen Maßnahmen, wie beispielsweise die Geschäftsstelle, das Sanitärgebäude und die Eingangsrampe, wurde ebenfalls separat geprüft und nicht als sinnvoll eingestuft.

Die Vorsitzende Carola Orszulik geht weiter positiv mit den Umständen um: „Die CO2-Steuer wurde sehr kurzfristig beschlossen – für uns zum Glück vor Einleitung der nächsten Maßnahmen. Somit gehen wir nun in die Prüfung alternativer Energien und werden in den nächsten Monaten beispielsweise Geothermie, Fernwärme und auch Wasserstoffkonzepte prüfen.“ Das 18-köpfige SSVE-Kompetenz-Team ist damit weder frustriert noch am Ende mit den Ideen. „Wir wollen eine zukunftssichere Lösung für unseren Sport, unseren Verein und unsere Mitglieder. Also werden wir in die konkrete Umsetzung nur und erst dann einsteigen, wenn wir eine gut verträgliche Lösung für alle Bereiche gefunden haben“, so Orszulik abschließend.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

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