SSVE kämpft sich in Plauen zum Sieg und zu Platz 5

31. März 2019

Heiko Nossek & Florian Pirzer als Erfolgsgaranten – U18 auch siegreich

Der SSV Esslingen hat das letzte Spiel der Hauptrunde in der Deutschen Wasserball Liga beim SVV Plauen in einer hart umkämpften Partie mit einer willensstarken Leistung mit 9:10 (2:3, 2:1, 3:3, 2:3) gewonnen. Damit geht der SSVE als Fünfter in das am Mittwoch (Inselbad Untertürkheim, 19 Uhr) beginnende Viertelfinalduell mit dem Vierten OSC Potsdam.

Tolle Stimmung ist bei Heimspielen des SVV Plauen garantiert: frenetische Zuschauer und ein Rahmenprogramm inklusive Cheerleadern und Synchronschwimmerinnen machen es den Gastmannschaften nicht einfach, was auch schon einige starke Teams am eigenen Leib erfahren mussten – doch am Ende jubelten dieses Mal die Esslinger Gäste und ihre zahlreichen mitgereisten Anhänger. Und das gleich doppelt, denn nach dem knappen und glücklichen Erfolg des DWL-Teams ließ die U18-Mannschaft des SSVE beim ersten Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft beim 8:16-Sieg an gleicher Stelle nichts anbrennen und schuf sich so eine gute Ausgangsposition für das am kommenden Samstag (Inselbad Untertürkheim, 17.30 Uhr) anstehende Rückspiel. Auch die SSVE-Männer wollten sich in Plauen eine gute Ausgangsposition für die PlayOffs verschaffen und den 5. Platz halten. Dafür hätte zwar auch eine Niederlage mit fünf Toren gereicht, aber nach den zuletzt schwächeren Auftritten wollte man mit einem Sieg wieder in die Spur kommen, was letztlich, wenn auch äußerst knapp, gelang. Daher zeigte sich SSVE-Trainer Janusz Gogola nach der Partie erleichtert: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben zwar nicht fehlerlos gespielt, aber trotzdem gewonnen. Plauen gilt zuhause als sehr starker Gegner. Heiko Nossek und Florian Pirzer waren an diesem Tag für die Plauener einfach eine Nummer zu groß – ausgezeichnete Leistung von beiden! Wir spielten über lange Strecken in Unterzahl, haben aber nie unseren Siegeswillen verloren. Kompliment an die Mannschaft!“ In der Tat trugen die beiden erfahrensten Spieler des SSVE ganz entscheidend zum Sieg bei. Torhüter Florian Pirzer brachte mit seinen Paraden und sogar einem gehaltenen Strafwurf die Plauener Schützen zur Verzweiflung und wurde mit der Auszeichnung „Spieler des Tages“ bedacht: „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben uns mit Glück die zwei Punkte gesichert. Gegen Potsdam wird das so nicht reichen, da müssen wir einige Schippen drauf legen“, blickt er bereits auf die nächste Aufgabe voraus. Ohne Zweifel hätte auch Heiko Nossek die Auszeichnung zum besten Spieler des Spiels verdient gehabt, nicht zuletzt wegen seiner fünf Treffer und auch er freute sich über den Sieg, sieht sein Team allerdings noch nicht wieder auf dem Level, auf dem es diese Saison bereits war: „Leider sind wir noch nicht so weit, wie wir es uns gewünscht hätten. Die Mannschaft funktioniert nicht wie anfangs der Saison und es geschehen zu viele individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten. Vor allem in der Verteidigung, aber auch im Abschluss. Wir haben jetzt nicht viel Zeit und schon am Mittwoch die Möglichkeit, einen Schritt nach vorne zu machen“, blickt auch der Mannschaftkapitän bereits auf das Viertelfinale voraus. 

Florian Pirzer im Esslinger Tor glänzte mit vielen Paraden und einem gehaltenen Strafwurf

Gleich mit dem ersten von nur vier Überzahlspielen traf der SSVE auf Pass von Valentin Finkes durch Eric Fernandez Rivas zum 0:1. Die Gastgeber vergaben dagegen ihr erstes Überzahlspiel, doch mit dem zweiten konnten sie ausgleichen. Erwähnenswert an dieser Stelle: beide Male wurde SSVE-Neuzugang Uros Fabic des Wassers verwiesen, sodass er früh mit zwei Fouls belastet war und dennoch die restliche Spielzeit ohne weiteren Ausschluss überstand. Heiko Nossek aus dem Rückraum und Hannes Rothfuß in Überzahl erhöhten auf 1:3, doch Plauen gelang noch vor der ersten Pause der Ausgleich. Ebenfalls noch vor Ende des ersten Abschnitts hatte auch SSVE-Centerverteidiger Miklos Barothy bereits zwei persönliche Fehler zu Buche stehen. Elf Sekunden vor dem Viertelende konnte SSVE-Torhüter Florian Pirzer noch einen Strafwurf des Heimteams entschärfen.

Im zweiten Abschnitt sollte sich am Ergebnis lange nichts ändern, dennoch war es ein packendes und intensives Spiel. Gleich zwei Mal gab es zeitgleich Ausschlüsse auf beiden Seiten, dazu verteilten die Schiedsrichter noch gelbe Karten an beide Mannschaften. Erst in der 16. Spielminute nahmen die Teams das Toreschießen wieder auf. Nachdem die Esslinger Abwehr und vor allem Torhüter Florian Pirzer davor alle Chancen der Gastgeber zunichte gemacht hatten, war es ein unglücklich abgefälschter Schuss, der den Weg ins Tor zum 3:3 fand. Heiko Nossek brachte sein Team nur 18 Sekunden später wieder in Führung, doch noch vor der Halbzeit konnte Plauen den Ausgleich erzielen.

Der SVV Plauen nutzte den ersten Angriff im dritten Abschnitt zu ihrerr ersten Führung – 5:4. Nach einem Lattentreffer in Überzahl und mehreren Paraden von Florian Pirzer war es wieder Kapitän Heiko Nossek, der mit einem Bogenball ins kurze Eck den Ausgleich erzielte. Die Esslinger überstanden in der Folgezeit eine doppelte Unterzahl, auch weil Florian Pirzer einmal mehr zu glänzen wusste. Doch in der 22. Minute war auch er machtlos und die Hausherren trafen zur erneuten Führung. In derselben Spielminute bekamen die Esslinger ihr letztes Überzahlspiel zugesprochen und dank einer schnellen Ausführung von Uros Fabic mit Pass auf Zoran Bozic, der wiederum auf den Torschützen Konstantinos Sopiadis weiterleitete, stand es 6:6. Heiko Nossek markierte mit einem direkt verwandelten Freiwurf das 6:7. Miklos Barothy war wenig später nach seinem dritten persönlichen Fehler zum Zuschauen verdammt. Nach zwei Abprallern blieben die Gastgeber mit etwas Glück weiter im Ballbesitz und kamen so noch vor Viertelende zum Ausgleich.

Mit einem Doppelschlag innerhalb von nicht einmal eineinhalb Minuten konnte Hannes Rothfuß sein Team mit zwei Toren zum Stande von 7:9 in Führung bringen, beide Male traf er mit schönen Schüssen aus dem Rückraum ins Tor des Gegners. Mitte des letzten Abschnitts kam Plauen jedoch zum Anschluss, noch war also nichts entschieden. Auch nicht, als Heiko Nossek aus mehr als zehn Metern spektakulär zum 8:10 traf, denn noch immer standen fast drei Minuten Restspielzeit auf der Uhr. Eineinhalb Minuten vor Schluss schafften die Vogtländer nach einer abgelaufenen Überzahl noch einmal den Anschluss, doch die Folgezeit inklusive einer weiteren Unterzahlsituation brachte der SSVE über die Zeit.

Heiko Nossek führte als Kapitän sein Team an und war selbst mit fünf Treffern erfolgreich

Der SSV Esslingen war mit dem Ziel in die Saison gestartet, Platz 7 und 8 und damit die Relegationsrunde zu vermeiden. Mit 13:15-Punkten und damit zehn Zählern Vorsprung auf den siebten Platz haben die Esslinger Wasserballer dieses Ziel mehr als erfüllt und wussten in mehren Spielen auch zu überzeugen und zu glänzen. Die Abstiegsgefahr war bereits im Januar ad acta gelegt und am Ende gehen sie nun als Fünfter in die PlayOffs. Und auch wenn in Plauen noch nicht alles passte, positiv herauszuheben ist die kämpferische Leistung und der Einsatz füreinander, die mannschaftliche Geschlossenheit. Darauf lässt sich aufbauen.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren: 

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas (1 Tor), Hannes Rothfuß (3), Valentin Finkes, Miklos Barothy, Uros Fabic, Heiko Nossek (5), Zoran Bozic, Jonathan Nemitz, Marko Zemun, Linus Orszulik, Konstantinos Sopiadis (1), Florian Pirzer (Torwart)

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