SSVE-U16-Mädels Vierte beim Deutschen Pokal

31. März 2019

Die weibliche U16 des SSV Esslingen hat am vergangenen Wochenende – wie schon im Vorjahr – beim Deutschen Pokal der Altersklasse den vierten Platz belegt und dabei mit dem ETV Hamburg einmal mehr das Team eines etablierten Frauen-Bundesligisten hinter sich gelassen. Dass die Medaillenränge auch in diesem Jahr zum Greifen nah waren und nur vier Tore mehr zu Bronze und vielleicht sogar noch mehr gereicht hätten, sorgte bei den Esslinger Mädchen zwar direkt nach dem entscheidenden Spiel zunächst für Enttäuschung. Der Sieg von Wille und Mentalität, mit dem man sich dann aber im letzten Spiel gegen Hamburg aus dem Turnier verabschiedete, ließ doch wieder keinen Zweifel an den Ansprüchen der SSVE-Mädels im nationalen weiblichen Jugendwasserball. Als Deutscher Pokalsieger löste hochgradig verdient der SV Bayer Uerdingen in diesem Jahr den SC Chemnitz ab, den man mit einem deutlichen Sieg vor Bochum auf Platz 3 auf den Silberrang verwies.

Da sich in diesem Jahr kein Ausrichter für das Turnier, das im vergangenen Jahr in Esslingen stattgefunden hatte, gefunden hat, der diesen wichtigen nationalen Wettbewerb im normalen Modus durchführen konnte, war einmal mehr der routinierte SC Chemnitz mit einer komprimierten Turnierform eingesprungen, bei der der Pokalsieger innerhalb von nur knapp sieben Stunden ermittelt wurde. Angesichts des großen Aufwands, den eine Reise nach Chemnitz aufgrund dessen bedeutete, freuten sich die Esslinger Mädchen ganz besonders über den eindrucksvollen Support der zahlreich anwesenden SSVE-Fans im Chemnitzer Sportforum, mit denen gemeinsam sie selbst am Vortrag noch in Plauen das SSVE-DWL-Team und die SSVE-U18 angefeuert hatten.

Im angesetzten Turniermodus war der Gastgeber und amtierende Pokalsieger Chemnitz für eine Siegerrunde um die Medaillen von vornherein gesetzt, während die übrigen vier Mannschaften – SV BW Bochum, SV Bayer Uerdingen, ETV Hamburg und SSV Esslingen – sich in zwei Vorrundenspielen für diese qualifizieren mussten. Hier trafen die Esslingerinnen auf die Mädchen vom SV BW Bochum, denen man vor einigen Wochen in der NRW-Runde noch zweimal recht deutlich unterlegen war. Davon allerdings zeigte sich das SSVE-Team von Trainerin Iris Schneider wenig beeindruckt und trotz eines frühen Zwei-Tore-Rückstands (vor allen Dingen begründet in Irritationen durch die Schiedsrichter-Pfiffe vom zeitgleich im selben Becken stattfindenden Parallel-Spiel) gab es das wichtige Match zu keinem Zeitpunkt aus der Hand und schaffte zwischendurch einmal sogar den Ausgleich zum 6:6. So fiel der im Ganzen zweifellos verdiente Sieg der Bochumerinnen mit 13:10 in Chemnitz bei weitem nicht so hoch aus, wie die NRW-Ergebnisse es vielleicht hätten erwarten lassen – zumal für Bochum in diesem Jahr ein besonders starkes Team antrat, das vor allen Dingen aus Spielerinnen des Führungsjahrgangs 2003 bestand, während auf Esslinger Seite dieser Jahrgang aufgrund mehrerer Verletzungen nur durch die Kapitänin Maria Patsiavouridou und die – gewohnt herausragende – Torhüterin Katharina Moormann vertreten war. Gerade die in den Mixed-Teams derzeit mit verantwortungsvollen Aufgaben eingebundenen Spielerinnen der U14-Jahrgänge in der Esslinger Mannschaft haben jedoch einmal mehr einen starken Eindruck hinterlassen und geben Anlass zu großer Vorfreude auf die weiblichen Wettbewerbe in ihrer eigenen Altersklasse noch in diesem und die der U16 in den kommenden Jahren.

Der komprimierte Spielplan-Modus, bei dem allein diese eine Vorrundenpartie die Entscheidung über Medaille oder nicht ausmachte, sorgte dann dafür, dass das Spiel um Platz 4 kaum eine Stunde nach dem kräfteraubenden Duell gegen Bochum angesetzt war. Die Teams des ETV Hamburg und des SSV Esslingen, die dabei gegeneinander antraten, haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach Auseinandersetzungen auf Augenhöhe geliefert und so war es auch dieses Mal: In einem überaus spannenden Spiel, in dem schnell klar wurde, dass die Mannschaft mit dem längerem Atem und dem entscheidenden Quäntchen zusätzlicher Willenskraft den Sieg davon tragen würde, setzten sich die SSVE-Mädchen am Ende mit 14:11 durch. Angesichts des dann doch deutlichen Endstands können dabei auch zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen zu Ungunsten der Hamburgerinnen und Ungereimtheiten im Protokoll den Esslingerinnen diesen Erfolg nicht streitig machen.

Aufgrund einer aus süddeutscher Sicht wenig günstigen Terminierung wird die SSVE-U16 in diesem Jahr leider nicht wie in den beiden Vorjahren an der Deutschen Meisterschaft im Juni teilnehmen können. Dass – wie bereits von verschiedenen Seiten ausdrücklich signalisiert – der weibliche Jugendwasserball Deutschlands das SSVE-Team dort im Feld der national bedeutenden Mannschaften vermissen wird, darf – ungeachtet des weiten Wegs, der sportlich noch zu gehen ist – getrost als Erfolg der Arbeit im Esslinger Mädchenwasserball in den letzten drei Jahren verbucht werden und alle, die daran mitgewirkt haben – das Jugend-Trainerteam, den Vorstand, die Vereinsmitglieder und natürlich die Mädchen selbst –, mit Stolz erfüllen.

Für den SSVE waren im Einsatz:

Franziska Csulits – Kinga Katona – Maxima Kleisch – Elena Ludwig – Katharina Moormann (TW) – Shiva Orzulik – Maria Patsiavouridou (K) – Ioanna Petiki – Leonie Schneider – Georgia Sopiadou – Ida Wellensiek

Trainer: Iris Schneider

Betreuerinnen: Lina Roth, Sabrina Krüger

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