SSVE nach furiosem Start mit Ladehemmungen

3. Dezember 2017

Trotz 5:1-Führung am Ende nur 6:6-Unentschieden bei SG Neukölln

Auch die zweite Partie gegen die SG Neukölln hatte wie schon die erste einen kuriosen Spielverlauf – und wie die erste endete sie mit einem Unentschieden. Dennoch war das 6:6 (1:5, 1:1, 0:2, 0:2)-Unentschieden ein verlorener Punkt für die Esslinger, hatten sie doch nach nicht einmal sechs Minuten bereits mit 1:5 in Führung gelegen.

Eine Halbzeit lang komplett torlos zu bleiben, dass ist im Wasserball äußerst selten. Und wenn, dann passiert so etwas gegen die Profiteams von Spandau oder Waspo Hannover. Daher war auch nach dem Spiel der Esslinger Wasserballer bei der SG Neukölln, in das der SSVE grandios startete und bereits in der sechsten Spielminute mit 5:1 vorne lag, dann aber in den restlichen 26 Minuten nur noch einmal das Tor traf, der Frust vorherrschend. SSVE-Vorstandsmitglied Udo Schäfer, der für den erkrankten Trainer Bernd Berger kurzfristig eingesprungen war und gemeinsam mit Torwarttrainer Ernesto Priol Bicet und Michel Hamann das Team betreute und mit Hannes Rothfuß auf eine Stammkraft verzichten musste, fand klare Worte: „Wenn du vorne nicht triffst und hinten zwei Bälle auf der Linie als Tor gewertet werden, musst du wohl mit dem Punkt zufrieden sein. Ich bin es nicht! Wir hatten so viele Chancen und haben die nicht reingemacht“, sah er die Ursache in erster Linie bei der Abschlussschwäche seines Teams, aber auch bei den Unparteiischen, die in der zweiten Halbzeit neben den beschriebenen umstrittenen Toren für die Berliner auch auf 1 zu 7 Hinausstellungen gegen die Esslinger entschieden. SSVE-Kapitän und Co-Trainer Heiko Nossek sah das nach dem Spiel sehr ähnlich: „Wir haben es verpasst, die zwei Punkte einzufahren! Das waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten, wie ich es selten gesehen habe. Die ein oder andere strittige Schiedsrichterentscheidung war auch dabei, aber das darf uns einfach nicht passieren. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen, damit wir gegen Duisburg den nötigen Sieg einfahren“, blickt er bereits auf das in zwei Wochen stattfindende Heimspiel voraus.

Die SSV-Wasserballer begannen hellwach und mit viel Druck: bereits das erste Überzahlspiel saß, Esslingens Spanier Eric Fernandez Rivas traf zum 0:1. Valentin Finkes und Hugo Velazquez erhöhten noch innerhalb der ersten drei Spielminuten auf 0:3. Und auch der erste Gegentreffer sollte den furiosen SSVE-Auftakt nicht stoppen: Nach noch nicht einmal sechs Minuten hatten erneut Valentin Finkes und der erstmals aufgestellte Hannes Glaser die Führung auf 1:5 ausgebaut, zugleich der erste Pausenstand.
Im zweiten Viertel passierte lange Zeit nichts, ehe Neukölln in der 15. Spielminute auf 2:5 verkürzen konnte. Doch Mannschaftskapitän Heiko Nossek stellte umgehend den alten Abstand wieder her, so dass es mit 2:6 in die Halbzeit ging.
Zu Beginn des dritten Abschnitts kassierten die Esslinger das 3:6, es sollte wie beschrieben, nicht das einzige Unterzahltor bleiben, dass der SSVE in der zweiten Hälfte hinnehmen musste. Das einzige Überzahlspiel ließen die Esslinger ungenutzt und kassierten wenig später das 4:6, gleichzeitig der Spielstand in der letzten Pause.
Im letzten Abschnitt konnte der SSVE drei Unterzahlspiele überstehen, ehe sie etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 5:6 hinnehmen mussten. Eineinhalb Minuten waren noch auf der Uhr, als Neukölln den 6:6-Ausgleich schossen, in Überzahl. Kurze Zeit später sahen sich die Esslinger einer weiteren Unterzahl gegenüber, konnten diese aber abwehren, so dass es beim 6:6 blieb.

Nach dem 12:12-Remis aus dem Hinspiel wurde nun also die Toranzahl halbiert und auch bei den Punkten teilte man sich demnach diese mit den Berlinern. Ein Sieg wäre bei der derzeitigen Tabellensituation zweifellos von Vorteil gewesen, zumal Bayer Uerdingen beim ASC Duisburg ebenfalls einen Punkt entführen konnte. Auf eben jene Duisburger trifft der SSVE nun im letzten Spiel des Jahres am 16. Dezember um 15.30 Uhr im Untertürkheimer Inselbad. Der Druck liegt dann zweifelsohne bei den Esslinger Wasserballern.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas (1 Tor), Hannes Glaser (1), Valentin Finkes (2), Timo van der Bosch, Leo Hurley, Heiko Nossek (1), Marvin Thran, Hugo Velazquez (1), Novak Zugic, Julius Wörn, Konstantinos Sopiadis, Florian Pirzer (Torwart).

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